Antifaschistischer Stadtrundgang

erstellt von DGB Jugend Hochschulgruppe — zuletzt geändert: 2018-10-30T13:55:50+00:00
Können wir es uns leisten, Gras über die Geschichte wachsen zu lassen? Sollen die Stätten des Naziterrors, die Stätten des Grauens, hier bei uns mitten in Frankfurt vergessen werden?
  • Wann 03.11.2018 ab 14:00 (Europe/Berlin / UTC100)
  • Wo Treff: vor DGB-Haus, Wilhelm-Leuschner-Str. 69-77
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Sollen Gleichgültigkeit und mangelndes Geschichtsbewusstsein sie überwuchern? Jahrzehntelang hat es keine umfassende Aufklärung über die Ursachen, die zum Faschismus führten, gegeben. Nur unzureichend wurde über den Alltag dieses unmenschlichen Systems informiert. Der Widerstand gegen die Nazis, überwiegend von Menschen aus der Arbeiterbewegung geleistet, fand nur wenig öffentliche Würdigung. Auf Grund dieser Versäumnisse blieben auch die durch antifaschistisches Gedankengut geprägten Anfänge der Bundesrepublik im Dunkeln.

Die Folgen unzureichender Aufklärung sind heute unübersehbar. Zunehmende Terrorakte von Neonazis weisen auf gesellschaftliche Probleme und Konflikte, aber auch auf Fehler der Vergangenheit hin. Brandanschläge, Überfälle, Terroranschläge, Hakenkreuzschmierereien und Schändung jüdischer Gräber ziehen eine blutige und deutliche Spur rechtsradikaler Gewalttätigkeit durch unser Land. Es ist kein Zufall, dass rechtsextreme Gruppen Anhänger zu gewinnen suchen, indem sie Angst vor dem vermeintlich "Fremden" schüren.

Der "Alternative Stadtrundgang" dokumentiert Bereiche, die bisher einer breiten Öffentlichkeit nicht bekannt sind. Wir gehen zu verschiedenen Gebäude, Straßen und Plätzen die für die Arbeiterbewegung in Frankfurt zur Zeit des deutschen Faschismus eine besondere Rolle gespielt haben und nehmen uns die Zeit, einige Anekdoten und persönliche Berichte von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen zu vermitteln.

Veranstaltet wird der Rundgang durch die DGB Jugend Hochschulgruppe und den Arbeitskreis Alternativer Stadtrundgang der DGB Region Frankfurt Rhein-Main.