Antisemitismus & Männlichkeit bei Burschenschaften

erstellt von AK.069 — zuletzt geändert: 2019-02-08T13:38:04+00:00
Eröffnungsvortrag von Veronika Kracher der Reihe //back to the future - Zur Aktualität eines materialistischen Feminismus//.
  • Wann 26.02.2019 von 18:00 bis 20:30 (Europe/Berlin / UTC100)
  • Wo Café KoZ, Campus Bockenheim, Mertonstr. 26
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Nach wie vor ist der Männerbund (vor allem der schlagenden) Burschenschaft durch Elitedenken, Korpsgeist, die Abwertung des Weiblichen, Rassismus, Autoritätsgläubigkeit und Antisemitismus geprägt. Historisch gesehen spielen in der Ideologie der Studentenverbindung, die ihre einst demokratischen und freiheitlichen Wurzeln bereits zum Wartburgfest 1817 den gleichen Flammen übergaben, denen man damals schon die Werke jüdischer Schriftsteller_innen übergab, eine maßgebliche Rolle bei der Entwicklung des modernen deutschen Nationalstaates, als auch damit einhergehend der ihm innewohnenden antisemitischen Ideologie, als auch einer spezifisch deutschen Vorstellung von Geschlechtlichkeit.

Die Referentin analysiert in ihrem Vortrag die historische Entstehung von Burschenschaften, setzt sich auf sozialpsychologische Art und Weise mit dem Männerbund und der ihm inhärenten Ablehnung des weiblichen auseinander und erläutert, wieso das Bild einer spezifisch deutschen Männlichkeit als solches von Grund auf antisemitisch konnotiert ist.

Veronika Kracher ist Journalistin und schreibt für konkret, Jungle World und taz.