Befreite Bildung – Bildung zur Freiheit!

erstellt von Städtefreundschaft Frankfurt-Kobanê e. V. — zuletzt geändert 2024-02-13T22:38:07+02:00
Hochschulen in Nord- und Ostsyrien – Herausforderungen und Chancen. Veranstaltung zur Bildungspolitik im seit 2012 demokratischen selbstverwalteten Nord- und Ostsyrien, das auch unter dem kurdischen Namen Rojava bekannt ist.
  • Befreite Bildung – Bildung zur Freiheit!
  • 2024-03-04T20:00:00+01:00
  • 2024-03-04T23:59:59+01:00
  • Hochschulen in Nord- und Ostsyrien – Herausforderungen und Chancen. Veranstaltung zur Bildungspolitik im seit 2012 demokratischen selbstverwalteten Nord- und Ostsyrien, das auch unter dem kurdischen Namen Rojava bekannt ist.
  • Wann 04.03.2024 ab 20:00 Uhr (Europe/Berlin / UTC100)
  • Wo Buchladen Land in Sicht, Rotteckstr. 13
  • Termin zum Kalender hinzufügen iCal

Seit 2012 wird in Rojava, dem mehrheitlich kurdischen Gebiet im Staate Syrien, und dann ab 2015 auch in weiteren anschließenden Gebieten in Nord- und Ostsyrien eine demokratische Selbstverwaltung unabhängig vom syrischen Baath-Regime von seinen kurdischen, arabischen und assyrischen Bewohnern gemeinsam vorangetrieben. Dieses direktdemokratische Modell gilt vielen Menschen als richtungsweisend für die multiethnischen, multireligiösen Gesellschaften des Nahen und Mittleren Ostens.

Eine große Rolle spielt dabei ein Bildungssystem, in dem neue Ansätze, frei von Hierarchie, Patriarchat, Gewalt und Nationalismus entwickelt werden. Die inzwischen weltweit bekannte Parole „Jin, Jiyan, Azadî – Frau, Leben, Freiheit“ wurde hier zur Leitlinie der gesellschaftlichen Organisierung! Und das in einer der Region, die von nationalistischen und religiös-extremistischen Kräften dominiert wird. Das radikal umgebaute Bildungssystem ist mehrsprachig, daher können die Kurd*innen, Assyrer*innen und andere Ethnien zum ersten Mal in ihrer Muttersprache unterrichtet werden.

Es entstanden Universitäten in Qamishlo, Kobanî, Afrîn (seit 2018 türkisch besetzt) und Raqqa, die demokratischen Grundsätzen folgen. Und das trotz der täglichen militärischen Angriffe der Türkei, die auf eine Vertreibung der Bevölkerung abzielen, der andauernden Bedrohung durch den Terror des sogenannten Islamischen Staats, und der schwierigen ökonomischen und ökologischen Bedingungen.

Was ist anders und emanzipatorisch an diesem Bildungssystem? Kann dieses viel-versprechende Bildungssystem Erfolg haben? Was sind die aktuellen Herausforderungen aus der Perspektive der Akteure und Beobachter*innen?

Referent: Dr. Carsten Krinn ist Lehrbeauftragter an der Fakultät für Soziale Arbeit der Hochschule Esslingen und beschäftigt sich im Auftrag der Demokratischen Selbstverwaltung von Nord- und Ostsyrien (NES) mit der Hochschullandschaft in den befreiten Gebieten. Im Herbst 2023 konnte er sich an allen drei Universitäten ein Bild von den Anstrengungen der Menschen machen.

Veranstalter: Rosa Luxemburg Stiftung Hessen, Städtefreundschaft Frankfurt-Kobanê e. V., Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Hessen