„Deutsche Bank: Kein Geld für Exxon!“

erstellt von KOALA Kollektiv — zuletzt geändert: 2020-05-20T10:13:45+02:00
#CarbonBombGuyana. Mit ihrer Aktion prangern die Aktivist:innen vor der Online-Hauptversammlung an, dass die Bank weiterhin Geld an klimaschädliche Industrien vergibt.
  • Wann 20.05.2020 von 09:00 (Europe/Berlin / UTC200)
  • Wo gegenüber der Deutschen Bank
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Im Fokus stehen dabei geplante Ölbohrungen vor der Küste des südamerikanischen Landes Guyana, die von der Deutschen Bank mitfinanziert werden.

Recherchen der NGO Urgewald zeigen: 13,6 Milliarden Barrel Öl und 960 Milliarden Kubikmeter Erdgas befinden sich im Meeresboden vor der Küste Guyanas. Selbst wenn nur die Hälfte der Öl- und Gas-Reserven verbrannt würden, könnten die daraus resultierenden Emissionen eine Millarde Tonnen CO2 übersteigen.

„Vor der Küste Guyanas befindet sich eine regelrechte CO2-Bombe. Die Öl-Multis ExxonMobil, Hess und CNOOC sind bereits dabei, das gigantische Ölfeld zu erschließen“, so eine Sprecherin des KoalaKollektivs. „Wir fordern von der Deutschen Bank, dass sie die Finanzierung der beteiligten Unternehmen, allen voran Exxon, sofort stoppt.“

Die Ölbohrungen in Guyana sind jedoch nur ein Beispiel für die klimaschädlichen Geschäfte der Deutschen Bank: Sie ist Deutschlands größte Kohlebank und liegt weltweit auf Platz 3 der Top-Finanzierer der arktischen Öl- und Gasindustrie. (Quelle: https://www.ran.org/wp-content/uploads/2020/03/Banking_on_Climate_Change__2020_vF.pdf )

Die Deutsche Bank hat zwar kürzliche neue Nachhaltigkeitsziele verkündet. Regine Richter, Campaignerin bei Urgewald e.V., entlarvt diese jedoch als Greenwashing: „Fakt ist, dass jegliche finanzielle Unterstützung für Aktivitäten im Bereich fossile Energie die Glaubwürdigkeit der Deutschen Bank in Bezug auf Klimaschutz unterminiert. Wenn CEO Christian Sewing von „mehr Grün“ spricht, lässt er außer Acht, dass vor allem „weniger Dreck“ finanziert werden muss. Wenn die Bank ernsthaft auf die Bedrohung durch den Klimawandel reagieren will, muss sie ihre Ausschlusskriterien für fossile Energieträger erhöhen und die Finanzierung von Unternehmen beenden, die den Klimawandel weiter vorantreiben.“

Das KoalaKollektiv ist eine Frankfurter Klimagerechtigkeitsgruppe, die sich im Januar 2020 gegründet hat. Thematischer Fokus des KoalaKollektivs ist die Forderung an Banken und andere Investoren, Geld aus der fossilen Industrie abzuziehen. Anfang Mai protestierte die Gruppe beispielsweise anlässlich der Hauptversammlung der Commerzbank.
Das KoalaKollektiv arbeitet mit Bündnispartnern wie z.B. Fridays for Future  und Urgewald e.V. zusammen.