Die Klasse braucht ihre Partei?!

erstellt von Centro Frankfurt — zuletzt geändert: 2019-07-01T18:24:36+00:00
Vortrag und Diskussion mit Ehemaligen des Kommunistischen Bund Westdeutschland - KBW.
  • Wann 14.07.2019 von 15:00 bis 18:00 (Europe/Berlin / UTC200)
  • Wo Centro, Alt-Rödelheim 6
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Nach dem Abflauen der 1968er Bewegung, der Auflösung des SDS und den danach einsetzenden Diskussionen und Suchbewegungen zur weiteren Organisierung der radikalen Linken gründeten sich in der ersten Hälfte der 70iger Jahre diverse kommunistische ML-Parteien. Mit oft mehreren tausend Mitgliedern, einer starken Infrastruktur und Reichweite scheinen sie Gruppen heutzutage um einiges voraus gewesen sein.

Konzepte der K-Gruppen wiederum haben aktuell Konjunktur, ohne dass sich explizit auf sie berufen wird. Die neuen „roten Gruppen“ - von Roter Aufbau bis Jugendwiderstand - die es seit einigen Jahren wieder mehr gibt, greifen viele K-Gruppen-Elemente auf. Vom Ziel des Aufbaus der kommunistischen Partei, der versprochenen neuen Ernsthaftigkeit und Disziplin bis zur Rezitation von Lenin, Mao, Stalin.

Was sie vor allem geben, sind Antworten (?) auf Fragen, die sich die gesamte radikale Linke in den letzten Jahren stellt: Wie kommen wir aus der eigenen Bedeutungslosigkeit heraus? Welche Organisationsstruktur führt zu politischer Handlungsfähigkeit? Welche Form der Sprache und Kultur findet Anklang in unserer Klasse?

Dabei stellt sich für uns die Frage, was wir heute aus der Politik, den Fehlern wie den Erfolgen der K-Gruppen lernen können. Welche Ansätze wurden vielleicht zu Unrecht oder zu schnell mit entsorgt? Welche Fehler können wir uns unter Umständen sparen?

An einem Sonntagnachmittag bei Kaffee und Kuchen wollen wir uns zusammen mit zwei ehemaligen Mitgliedern des Kommunistischen Bund Westdeutschland diesen Fragen widmen. Zuerst wird es eine Einführung zu Programmatik und Geschichte geben und im Anschluss soll zusammen diskutiert werden, was aus der Geschichte der K-Gruppen auch heute noch spannend ist.