»Ein bisschen Gewalt muss sein«

erstellt von PRO ASYL — zuletzt geändert: 2020-02-14T16:28:11+01:00
Menschenrechtsverletzungen an der Grenze zwischen Kroatien und Bosnien und Herzegowina. Vortrag mit anschließender Podiumsdiskussion (Englisch)
  • Wann 17.02.2020 von 19:00 bis 22:00 (Europe/Berlin / UTC100)
  • Wo Goethe-Uni, Campus Westend, Renate von Metzler-Saal, Casino 1.801
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An der Grenze zwischen Bosnien-Herzegowina und Kroatien kommt es zu systematischen Verletzungen internationalen Rechts. Unter exzessiver Gewaltanwendung zwingen kroatische Grenzbeamt*innen Schutzsuchende nach Bosnien-Herzegowina zurück. Ihnen wird das Recht auf Schutz in der EU verwehrt.

»Ein bisschen Gewalt muss sein«, rechtfertigt die ehemalige kroatische Präsidentin Grabar-Kitarović diese illegalen Praktiken. Und die EU stimmt zu: Im Oktober 2019 gibt die EU-Kommission »grünes Licht« für den Beitritt Kroatiens zum Schengenraum.

Vorträge und Diskussion:

Marijana Hameršak vom Institute of Ethnology and Folklore Research Zagreb (Institut za etnologiju i folkloristiku) und Tea Vidović, Centre for Peace Studies, beleuchten die Situation an der kroatischen Außengrenze und ordnen sie im Kontext der restriktiven EU-Flüchtlings- und Migrationspolitik ein.

Carsten Gericke vertritt, unterstützt vom ECCHR - European Center for Constitutional and Human Rights Berlin, Betroffene von Pushbacks im Klageverfahren vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR).

Marc Speer ist Migrationsforscher und sitzt im Vorstand des Vereins bordermonitoring.eu e.V.

Karl Kopp, Leiter der Europaabteilung der Menschenrechtsorganisation PRO ASYL, moderiert die Podiumsdiskussion.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Lehrforschungskooperation zwischen der Professur Globaler Süden am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt und PRO ASYL statt.