Film: Blut muss fließen - Undercover unter Nazis

erstellt von SPD Sachsenhausen — zuletzt geändert: 2019-10-12T18:46:46+00:00
Film und Gespräch und Regisseur Peter Ohlendorf.
  • Wann 13.10.2019 von 18:30 bis 21:30 (Europe/Berlin / UTC200)
  • Wo Harmonie Kino, Dreieichstr. 54
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Regisseur Peter Ohlendorf ist anwesend und kommentiert im Anschluss seinen Film und aktuelle Entwicklungen in der rechten (Musik-)Szene.

Der Film zeigt eindrucksvoll und schockierend zugleich, wie schon 2012 ein Nährboden für Gewalt und Rassismus in der rechten Musikszene vorzufinden war. Anlässlich des Terrors in Halle wird einem die Aktualität dieses Themas erneut bewusst. Es ist eine dringende Frage, was hat der Deutsche Staat jahrelang geduldet?

Der Film zeigt Undercover-Aufnahmen des Journalisten Thomas Kuban: Der Sänger grölt Gewaltparolen, die Arme gehen hoch zum Hitlergruß. Der Journalist Thomas Kuban ermöglicht Einblicke in eine Jugendszene, in die sich kaum ein Außenstehender wagt. Nach neun Jahren hat der Journalist Thomas Kuban fünfzig Undercover-Drehs hinter sich, auch jenseits deutscher Grenzen. Ein Lied begegnet ihm immer wieder: „Blut muss fließen knüppelhageldick, wir scheißen auf die Freiheit dieser Judenrepublik…“.

Hochbrisant und einzigartig ist das Material, das er unter extremem persönlichem Risiko mit versteckter Kamera zusammengetragen hat. Es dokumentiert hautnah, wie junge Leute mit Rechtsrock geködert und radikalisiert werden. Gemeinsam mit dem Filmemacher Peter Ohlendorf reist er noch einmal zurück an Orte, an denen er undercover gedreht hat. Im Fokus steht dabei die Frage, die er auch auf der politischen Ebene zu klären versucht: Wie ist es möglich, dass auf der rechtsextremen Partymeile über alle Grenzen hinweg gefeiert werden kann?

Bis heute ist der Film nicht im öffentlich-rechtlichen Fernsehen zu sehen gewesen, sondern nur bei Veranstaltungen von FilmFaktum in Kooperation mit Initiativen und Organisationen aus Zivilgesellschaft, Politik, Gewerkschaften, Kirche und Sport. Rund 1500 Vorführungen mit anschließender Diskussion konnten bislang realisiert werden, viele davon an Schulen.

Sondervorstellung der SPD-Sachsenhausen. Jeder zahlt den Eintritt, den er sich leisten kann. Tickets gibt’s nur an der Abendkasse. Sitzanzahl begrenzt