Film: Ekmek parasi - Geld fürs Brot

erstellt von Filmmuseum — zuletzt geändert: 2021-08-31T14:52:15+01:00
Das Gemüse kommt aus dem Garten hinterm Haus, der Fisch kommt aus der Dose und das Geld fürs Brot aus der Fabrik.
  • Wann 15.09.2021 von 18:00 (Europe/Berlin / UTC200)
  • Wo Filmmuseum, Schaumainkai 41
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Dieses Geldes wegen kamen sie her. Frauen aus der Türkei, Frauen aus Mecklenburg – gemeinsam stehen sie am Fließband einer Lübecker Fischfabrik. Braungefärbte Hände, penetrant haftender Fischgeruch, schmerzende Arme und Rücken.

Würde diese Arbeit von Männern gemacht, wäre sie längst schon automatisiert. Aber Frauenarbeit ist billig, und die Frauen beklagen sich nicht. Sie haben gelernt zu arbeiten, und das ist auch ihr Stolz. (Katalog der Nordischen Filmtage Lübeck 1994)

„Es ist Serap Berrakkarasu gelungen, ein Vertrauensverhältnis herzustellen, weil sie sich den Frauen mit Gefühl und großem Interesse nähert – und weil sie ihre Sprache spricht. EKMEK PARASI – GELD FÜRS BROT ist ein Film in deutscher und türkischer Sprache. Auch daraus bezieht er seinen Reiz und seine Authentizität.

Typische Frauenarbeit war immer kommunikativ. Es ist das Verdienst von Serap Berakkarasu und Gisela Tuchtenhagen, diese Kommunikation aufgenommen und in ihrer Direktheit und Spontaneität für den Film bewahrt zu haben. Am Ende werden die Filmemacherinnen von den Frauen in der Fischfabrik verabschiedet wie Kolleginnen: Ein schönes Wochenende!“ (Linde Fröhlich)

(Serap Berrakkarasu, DE 1994, 104 Min., dt., türk. OF, dt. UT)

Eine Vorführung in Kooperation mit Remake. Frankfurter Frauen Film Tage der Kinothek Asta Nielsen.

Eintritt 8 €. Karten kaufen: www.dff.film
(3G)