Film: Klänge des Verschweigens

erstellt von AStA Universität Frankfurt — zuletzt geändert: 2018-11-24T13:41:58+02:00
Ein detektivischer Musikfilm über Wilhelm Heckmann (D 2012, 90 Min.). Filmvorführung mit dem Regisseur Dr. Klaus Stanjek.
  • Wann 27.01.2019 von 16:00 bis 19:00 (Europe/Berlin / UTC100)
  • Wo Pupille Kino, Campus Bockenheim, Mertonstr. 26
  • Termin zum Kalender hinzufügen iCal

Wilhelm Heckmann war Konzertsänger und Pianist mit einem breiten Repertoire an Arien, Chansons und romantischen Liedern. Von 1923 bis in die 1960er Jahre trat er in Deutschland und in der Schweiz auf. Auch während der NS-Zeit wurde seine Musik geschätzt. Seine bisexuelle Orientierung wurde ihm jedoch zum Verhängnis. 1937 wurde er ins KZ Dachau deportiert, später ins KZ Mauthausen. Trotz der extrem harten Umstände durch langjährige Arbeit im Steinbruch und Bunkerhaft überlebte er bis zur Befreiung. Als Mitglied des Gefangenenorchesters wurde er als Funktionshäftling behandelt und später zu leichteren Aufgaben herangezogen. Seine Familie hat den Grund für seine Haft nie thematisiert, bis nach seinem Tod sein Neffe, Klaus Stanjek, auf seine Geschichte stieß.

Dr. Klaus Stanjek ist Dokumentarfilmregisseur und Hochschullehrer. Er lebt in Babelsberg bei Berlin.

Eine Kooperation mit Pupille e.V. – Kino in der Uni, Fritz-Bauer-Institut und dem AStA der Goethe-Universität Frankfurt am Main.

Reihe: Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus