Für immer gezeichnet

erstellt von Heinrich-Böll-Stiftung Hessen — zuletzt geändert: 2019-10-11T10:22:40+00:00
Die Geschichte der »Ostarbeiter« in Briefen, Erinnerungen und Interviews
  • Wann 17.10.2019 ab 19:00 (Europe/Berlin / UTC200)
  • Wo Ökohaus, Kasseler Straße 1a
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Mehr als zwei Millionen Menschen, darunter viele Frauen und Minderjährige, wurden nach dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion 1941 zur Zwangsarbeit ins Deutsche Reich verschleppt. Sie mussten in der Rüstungsindustrie, im Bergbau, in der Landwirtschaft oder als Hausangestellte arbeiten, lebten hinter Stacheldraht in primitiven Barackenlagern.
Nach ihrer Befreiung betrachtete man sie in der Sowjetunion als Verräter. Viele wurden erneut zu Zwangsarbeit genötigt, diesmal in Stalins Lagern. Das Stigma »Ostarbeiter« blieb an allen Betroffenen haften. An einer Aufarbeitung dieses Kapitels der deutsch-russischen Geschichte bestand jahrzehntelang wenig Interesse. Die deutsche Wirtschaft wollte sich um Entschädigungszahlungen drücken, die sowjetische Regierung versuchte die eigene Mitschuld am Schicksal der ehemaligen Zwangsarbeiter zu kaschieren.
Im Rahmen der Frankfurter Buchmesse wird der von Memorial und der Heinrich-Böll-Stiftung herausgegebene Dokumentationsband „Für immer gezeichnet. Die Geschichte der Ostarbeiter“ vorgestellt.

Buchvorstellung und Gespräch mit:

  • Irina Sherbakowa, Historikerin, Memorial Moskau
  • Ulrich Herbert, Historiker, Albert-Ludwigs-Universität, Freiburg i. Br.
  • Moderation: Walter Kaufmann,Heinrich-Böll-Stiftung Bundesstiftung, Berlin

Eine Veranstaltung im Rahmen unserer Reihe „Europa in Bewegung“.

Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich!