Gemeinwohlökonomie

erstellt von Heinrich-Böll-Stiftung — zuletzt geändert: 2020-01-15T10:37:17+01:00
Überwinderin von Wachstumszwang und Kapitalismus? Vortrag von Christian Felber.
  • Wann 18.02.2020 von 19:00 (Europe/Berlin / UTC100)
  • Wo Haus am Dom, Domplatz 3
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Was macht unseren Wohlstand aus und wie misst man den Erfolg eines Unternehmens? Oft gilt die reine materielle Wirtschaftsleistung als Maß aller Dinge, also die Summe der Waren und Dienstleistungen, die wir produzieren. Diese spiegelt sich für die Gesamtwirtschaft im Bruttoinlandsprodukt (BIP) oder auf Ebene der Unternehmen in den Umsatz- und Gewinnkennziffern. Doch die Aussagekraft dieser Messgrößen ist begrenzt. Ob unser Wirtschaften unsere soziale, ökologische und gesellschaftliche Basis erhält oder diese sogar beschädigt, bleibt darin verborgen.

Das Konzept der Gemeinwohlökonomie hat einen breiteren Ansatz und sieht „das Gemeinwohl“ als Ziel des Wirtschaftens an. Als zentrales Mittel sieht sie dafür eine umfassende Gemeinwohlbilanz an Hand von konkreten Kennzahlen vor. Weltweit gibt es mittlerweile etliche Unternehmen, die diese Bilanzierung bereits anwenden, und sogar einige Kommunen, die eine Gemeinwohlbilanz erstellen.

Kann dieses Konzept den kapitalistischen Zwang zum Wachstum überwinden und den Übergang in eine sozial-ökologische Wirtschaft organisieren?

Christian Felber ist Autor des Buches "Gemeinwohl-Ökonomie" und Mitinitiator der Gemeinwohl-Ökonomie-Bewegung, Wien.

Moderation: Wolfgang Strengmann-Kuhn MdB, Bündnis 90/Die Grünen, Sprecher für Arbeitsmarktpolitik und europäische Sozialpolitik, Frankfurt/Main