Internationaler Frauentag: Frauen*streik!

erstellt von Frauenstreik_ffm — zuletzt geändert: 2020-02-29T20:33:17+01:00
■ Feministische Streikcafés ■ Spaziergang zum Römerberg ■ Frau*lenzen!
  • Wann 08.03.2020 von 10:00 (Europe/Berlin / UTC100)
  • Wo verschiedene Orte in Frankfurt
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Im vierten Jahr weitet sich der globale feministische Aufstand weiter aus: Weltweit gehen Frauen* und Queers auf die Straßen und wehren sich gegen staatliche und sexualisierte Gewalt, streiken für bessere Arbeitsbedingungen, machen sich stark für selbstbestimmte Sexualität, kämpfen gegen Umweltzerstörung und Klimawandel. Unsere Mobilisierungen bringen ganze Gesellschaften in Bewegung.

Programm am 8. März

10-12 Uhr Feministische Streikcafés
z.B. im DGB Jugendclub, im Café KoZ, im IZ und im ehemaligen Polizeigefängnis Klapperfeld.
Ein Raum für Austausch, Information, Transpis und Workshops - ein Raum zum Streiken: Schluss mit prekärer Arbeit, Rasissmus, Sexismus und sexualisierter Gewalt. Wehrt euch - legt mit uns die Arbeit nieder!
Solidarische Cis-Männer übernehmen die Verpflegung und Kinderbetreuung.
(nur für Frauen* und Queers)

12 Uhr Spaziergang zur Streikversammlung
Wir spazieren gemeinsam von den verschiedenen Streikcafés zum Römerberg, um auf uns aufmerksam zu machen.

■ 12 Uhr ■ FLINTQ*-Critical Mass von OF zur Streikversammlung
Radtour-Treff: Neuisenburger Schloss, Offenbach

13-15 Uhr Frau*lenzen! Feministische Streikversammlung
Auf dem Römerberg kommen wir zusammen für unsere kämpferische Streikversammlung - und frau*lenzen mit Programm.
(all genders welcome)

Wir sind Frauen* und Queers aus vielen Ländern und mit unterschiedlichen Erfahrungen. Einige von uns haben Krieg, Flucht und Vertreibung erlebt, andere arbeiten prekär und/oder pflegen unbezahlt Kinder und Angehörige.Viele von uns haben Gewalt erlebt. Das Recht auf körperliche und sexuelle Selbstbestimmung wird uns verwehrt. Die Sorgearbeit, die wir leisten und auf der unsere Gesellschaft basiert, wird nicht als solche anerkannt. Sie bleibt unsichtbar und unbezahlt. Entlohnt wird nur ein Teil unserer Arbeit und der auch noch schlechter als der unserer männlichen Kollegen. Immer und überall werden wir zurückgewiesen und missbraucht. Das Strafgesetzbuch, sexistische Sprüche und Verhalten, sexualisierte Gewalt und Femizide erinnern uns daran, wie und wo uns die patriarchale und kapitalistische Gesellschaft haben will.

Der soziale Frieden ist auf unseren Rücken errichtet worden. Wir haben es satt, ihn aufrecht zu erhalten. Wir sind wütend und werden uns nicht weiter vereinzeln lassen: Wir streiken gemeinsam, queer und feministisch!

Was wir wollen?
Wir wollen selbstbestimmt leben. Anerkennung für unsere Arbeit. Ein Ende der kapitalistischen und patriarchalen Ausbeutung. Ein Leben ohne Gewalt und Krieg. Eine Umverteilung von Ressourcen, Macht und Teilhabe. Wir wollen nichts weniger als einen grundlegenden Systemwandel.

Was wir vorhaben
Am 6. März werden wir die Gewalt, die wir alltäglich erleben, sichtbar machen. Wir konfrontieren und markieren diejenigen, die Sexismus, sexualisierte Gewalt und Femizide verharmlosen, instrumentalisieren und rechtfertigen. Wir nehmen diese Gewalt nicht mehr hin!

Gerade da der 8. März 2020 ein Sonntag ist, nehmen wir die doppelte Ausbeutung durch Lohn- und Sorgearbeit in den Fokus. Wir rufen alle Frauen* und Queers auf: Lasst die Arbeit liegen und kommt zu den Streikcafés und zur Streikversammlung! Es ist Zeit zum Frau*lenzen!