*abgesagt* Klimakrise und Kapitalismus

erstellt von Ökologisch Radikal Links - Frankfurt — zuletzt geändert: 2020-03-17T21:36:57+02:00
Durch die Atmosphäre über die Aussichtslosigkeit gängiger Strategien zur Lösung der Klimakrise. Vortrag & Diskussion mit Antinationale Linke Bielefeld
  • Wann 02.04.2020 von 19:00 bis 22:00 (Europe/Berlin / UTC200)
  • Wo Café KoZ, Campus Bockenheim, Mertonstr. 26
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»Wird die Dürre zum Normalfall?«, »Wirbelstürme fordern dutzende Tote« oder »Wetterextreme nehmen zu«. So oder ähnlich lauten die Schlagzeilen der Ereignisse, die Meteorolog*innen und Klimaforscher*innen als erste Auswirkungen des Klimawandels beschreiben. Die klimatischen Veränderungen und die daraus resultierenden Extremwetterereignisse führen dazu, dass Landstriche verwüstet, Existenzgrundlagen zerstört und Menschen in die Flucht getrieben werden.

Die Herausforderungen des menschengemachten Klimawandels sind gigantisch und kaum abzuschätzen. Schon seit Anfang der 90er Jahre finden daher weltweite Klimagipfel statt, bei denen Regierungschef*innen aller Länder zusammenkommen, um Pläne zur Reduktion des Kohlendioxidausstoßes zu schmieden. Diese Klimakonferenzen und die daraus resultierenden Abkommen, wie das Kyoto-Protokoll oder das Pariser Klimaabkommen, erkennen die Problematik des Klimawandels an und formulieren Ziele, wie den Umstieg auf erneuerbare Energien. Diese Abkommen stellen dabei jedoch in der Regel keine Verpflichtungen dar. So verbleibt es meist bei unkonkreten Absichtserklärungen, während effektive Maßnahmen von einzelnen Ländern blockiert werden.

Neben den staatlichen Klimaschutzbemühungen sehen Menschen sich selbst in der Verantwortung etwas gegen die aufkommenden Klimakatastrophe zu unternehmen. Sie versuchen beispielsweise durch bewusstes Konsumverhalten den Klimawandel aufzuhalten. Andere organisieren sich in der »Post-Wachstums-Bewegung« und wollen unsere marktwirtschaftliche Gesellschaft durch ihr Engagement von dem klimaschädlichen Wachstumszwang befreien.

In Rahmen des Vortrags wollen wir zum Einen diskutieren, warum staatliche Klimaschutzpolitik den menschengemachten Klimawandel nicht stoppen wird. Zum Anderen wollen wir die Konzepte der Konsumkritik, der Postwachstumsökonomie und des »Grünen«-Kapitalismus kritisch unter die Lupe nehmen. Aufbauend darauf wollen wir den Versuch unternehmen, eine Gesellschaft zu skizzieren, in der wirklicher Klimaschutz eine Perspektive hat und ein gutes Leben für alle Menschen möglich ist.

Veranstaltungsreihe »Mieses Klima – harte Zeiten? Ökologie, Klasse, Patriarchat, Faschismus«