Kommunen und Wohnen - Bezahlbarer Wohnraum für alle

erstellt von Mietenwahnsinn-Hessen — zuletzt geändert: 2019-08-30T09:06:47+00:00
Podiumsdiskussion (20.09., 19 Uhr) und Konferenz „Kommunen und Wohnen“ (21.09., 9-15 Uhr) und 1. Hessischer Mietenratschlag (21.09., 14-17 Uhr).
  • Wann 20.09.2019 bis 21.09.2019 (Europe/Berlin / UTC200)
  • Wo DGB-Haus / Saalbau Dornbusch
  • Termin zum Kalender hinzufügen iCal

In einer wachsenden Zahl europäischer und deutscher Städte herrscht eine zunehmende Wohnungsnot – nicht allgemein, wie in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg, sondern beschränkt auf bestimmte Teilräume, Teilmärkte und Bevölkerungsgruppen. Einem anhaltend schrumpfenden Anteil „bezahlbarer Wohnungen“ steht – vor allem in Großstädten und Wachstumsregionen - eine steigende Zahl hochpreisiger Luxuswohnungen gegenüber. Betroffen sind nicht nur die Angehörigen unterer Einkommensschichten, sondern zunehmend auch Angehörige der Mittelschicht.

Die Konferenz beschäftigt sich mit den Ursachen für die Wohnungsmisere und will Auswege aus der Wohnungskrise aufzeigen. Sie beleuchtet dabei positive Beispiele kommunaler Wohnungspolitik und diskutiert politische Interventionsmöglichkeiten.

Podiumsdiskussion
Freitag, 20.09., 19 Uhr
DGB-Haus, Wilhelm-Leuschner-Str. 69-77
Luxusgut statt Menschenrecht – warum wir uns diese Wohnungspolitik nicht mehr leisten können
mit Prof. Susanne Heeg (Uni Frankfurt), Dr. Sebastian Schipper (Uni Frankfurt) u.a.

Die Veranstaltung dient als Auftakt für die gesamte Tagung, funktioniert jedoch auch als für sich alleine stehende Veranstaltung. Beleuchtet werden die mittel- und langfristigen Ursachen für die aktuelle Wohnungsnot. Dabei werden sowohl grundsätzlich/ strukturelle Ursachen angerissen, die allgemein in einer Gesellschaft gelten, in denen Wohnen eine Ware ist (Profitmaximierung), als auch politisch gemachte, wie die Abschaffung der Wohnungsgemeinnützigkeit und die Privatisierung öffentlicher Wohnungsbestände etc. Der Zugang zum Thema wird einerseits aus einer analytisch-wissenschaftlichen Sicht erfolgen, andererseits aus Sicht der beteiligten Akteure. In der Diskussion werden die verschiedenen Sichtweisen zusammengeführt.

Konferenz: Kommunen und Wohnen
Samstag, 21.09., 9 Uhr
Saalbau Dornbusch, Eschersheimer Landstr. 248

9:00 Uhr: Gemeinsames Plenum
9:30 Uhr: Parallele Workshops
a) Eigentumsfrage an Grund und Boden, Werner Heinz (Frankfurt)
b) Öffentlicher Wohnungsbestand: Ausbau, Finanzierung & Demokratisierung, Jana Mattert (Attac Berlin), Thomas Fritz (attac AG Privatisierung), Patrik Schreiner (ver.di, Berlin)
c) Stadtentwicklung in Zeiten der Klimakrise, Alexis Passadakis (Attac Frankfurt)
d) Enteignung von Wohnungskonzernen, N.N. Deutsche Wohnen und Co. Enteignen (angefragt), Jutta Hartmann (Mieterbund Berlin)
11:30 Uhr: Parallele Workshops
a) Initiativen für Mietentscheide, Stefan Wilker (Attac Osnabrück), Jakob Migenda (Mietentscheid Frankfurt)
b) Landesweiter Mietendeckel, Felix Wiegand (Stadt für Alle Frankfurt)
c) Kommunale Wohnungsunternehmen, N.N. DGB Wiesbaden (angefragt)
d) Wohnungsverlust am Beispiel Hessen, Katharina Alborea (Diakonie Hessen)
14:00 Uhr: Plenum mit Inputs
Alternative Wohnungspolitik in Barcelona, den Niederlanden und Deutschland, Jaime Palomera (Barcelona), Celia Lichtenberg (Uni Weimar)
14:30 Uhr: Abschlusspodium und Teilnehmer*innendiskussion

– Ab 14 Uhr paralleles Programm Kommunenkonferenz und Hessischer Mietenratschlag –

1. Hessischer Mietenratschlag
– Alle hessischen Initiativen vernetzen –
Samstag 21.09., 14 Uhr
Saalbau Dornbusch, Eschersheimer Landstr. 248

Mit dem Hessischen Mietenratschlag wollen wir erstmals eine Plattform bieten für einen Erfahrungsaustausch zwischen allen Aktiven und Initiativen in Hessen, die sich in Stadtentwicklung einmischen und für bezahlbaren Wohnraum streiten. Anhand lokaler Beispiele wollen wir konkrete Handlungsperspektiven entwickeln, die zeigen, wie eine andere Wohnungspolitik vor Ort und hessenweit umgesetzt werden kann. Außerdem möchten wir gemeinsam über die weiteren Perspektiven der landesweiten Vernetzung und mögliche gemeinsame Projekte diskutieren. Nehmt teil am ersten Hessischen Mietenratschlag – für eine grundlegende Kehrtwende in der hessischen Wohnungspolitik!

14:00 Uhr: Vorstellungsrunde
14:45 Uhr: Wo steht das Bündnis?
Lars Lauer (Paritätischer), Annette Wippermann (Paritätischer, Liv Dizinger (DGB)
15:15 Uhr: Parallele Arbeitsgruppen:
a) Kommunale Forderungen: Eva-Maria Winckelmann (Mieterbund)
b) Enteignung renditeorientierter Wohnungskonzerne: N.N. (Stadt für alle)
c) Landesweiter Mietendeckel: Katharina (Diakonie)
15:45 Uhr: Vorstellung der Ergebnisse im Plenum

Die Teilnahme ist kostenlos, für Verpflegung wird eine Umlage erhoben.

Bitte meldet Euch unter https://www.kommunenkonferenz.de/anmeldung an.

Die Konferenz wird von attac, ver.di, Rosa Luxemburg Stiftung, Netzwerk Mieten & Wohnen, Hessisches Bündnis Mietenwahnsinn, Frankfurter Mietentscheid und in Zusammenarbeit mit Heinrich-Böll-Stiftung Hessen e.V. ausgerichtet.

www.kommunenkonferenz.de