Neostalinismus und die russische Gesellschaft heute

erstellt von Fritz-Bauer-Institut — zuletzt geändert: 2019-10-22T20:20:49+00:00
Vortrag von Prof. Dr. Irina Scherbakowa.
  • Wann 13.11.2019 ab 18:15 (Europe/Berlin / UTC100)
  • Wo Campus Westend, Casino-Gebäude, Raum 1.801
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In der heutigen russischen Gesellschaft wird auf das bitterste um die Erinnerung an die sowjetische Vergangenheit gekämpft. Es ist symptomatisch, dass das Bild Stalins dabei eine entscheidende Rolle spielt. Der Vortrag befasst sich mit den Gründen, warum dessen Popularität wächst. Er analysiert diesen Blick auf die russische Geschichte und behandelt vor allem die Frage, welche Rolle die Massenkultur und die sozialen Medien bei der Entstehung eines neuen Stalinbildes spielen. Darüber hinaus wird ein Zusammenhang zwischen dieser Erinnerungsdebatte und internationalen Diskussionen hergestellt.

Prof. Dr. Irina Scherbakowa ist Germanistin und Kulturwissenschaftlerin. Sie arbeitet als Übersetzerin, Journalistin, Redakteurin, Dozentin und Buchautorin, forscht zur Geschichte des Stalinismus, engagiert sich als Menschenrechtsaktivistin für die Organisation Memorial, zu deren Begründern sie zählt, und hat zahlreiche Auszeichnungen bekommen. Ihr jüngstes Buch Die Hände meines Vaters. Eine russische Familiengeschichte erschien 2017 auf Deutsch.