*abgesagt* »Oma war in Ordnung«

erstellt von Förderverein Fritz Bauer Institut e.V. — zuletzt geändert: 2020-03-16T19:16:17+02:00
Intergenerationelle Tradierung des Holocaust und Nationalsozialismus in der extremen Rechten. Vortrag von Prof. Dr. Michaela Köttig
  • Wann 28.03.2020 von 15:00 (Europe/Berlin / UTC100)
  • Wo Campus Westend, IG Farben-Haus, Raum NG 2.701
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Rechtsextreme Handlungs- und Orientierungsmuster entwickeln sich in einem Prozess, der sich aus intergenerationellen Übertragungen, biographischen Erfahrungen und sozialen Rahmenbedingungen speist. Familiengeschichtliche Transmissionen haben ihren Ursprung in der de-thematisierten, aber dennoch subtil vermittelten Vergangenheit des Nationalsozialismus.

Diese Botschaften und als unbefriedigend erlebte Eltern-Kind-Bindungen werden von jungen Frauen innerhalb des rechtsextremen Spektrums aufgegriffen und auf destruktive Weise bearbeitet. Soziale Rahmenbedingungen können hierbei Möglichkeitsräume eröffnen oder begrenzen. Diese wechselwirkenden Dynamiken werden anhand biographischer Verläufe veranschaulicht.

Prof. Dr. Michaela Köttig ist Professorin für Gesprächsführung, Kommunikation und Konfliktbearbeitung sowie Sprecherin des Kompetenzzentrums für Soziale Interventionsforschung an der Frankfurt University of Applied Sciences.