*online* Widerständige Perspektiven: Decolonize the University!

erstellt von Decolonize the University Mainz — zuletzt geändert: 2020-11-15T16:45:21+01:00
Zwischen dem 27. und 29. November 2020 werden an der Kunsthochschule Mainz in Workshops und Vorträgen verschiedene Positionen und Diskurse zum Thema erarbeitet.
  • Wann 29.11.2020 von 10:00 (Europe/Berlin / UTC100)
  • Wo online
  • Termin zum Kalender hinzufügen iCal
  • Sonntag, 29.11.2020

10:00-13:00
Workshop: What’s considered classy when you’re rich and trashy when you’re poor

In diesem Workshop möchten wir zusammen mit den Teilnehmenden der Frage nach der Funktionsweise von Klassismus als Diskriminierungsform nachgehen. Klassismus meint den strukturellen Ausschluss von Menschen aufgrund ihrer sozialen Herkunft oder Position. Strukturen, Wirkungsweisen sowie tiefgreifende Auswirkungen dieser Ausschlüsse werden diskutiert.

Eine Annäherung aus intersektionaler Perspektive soll die Mehrdimensionalität sichtbar machen. Hierbei wird vor allem das Zusammenspiel von Klassismus mit Rassismus und Sexismus beleuchtet.

Der Workshop soll ein Ort des gemeinsamen Austausches und Lernens sein. Ziel ist es, eine Diskriminierungsform, die wenig besprochen wird, greifbar und damit auch angreifbar zu machen.

Referent*in: Jeanne Nzakizabandi und Sonja Jalali

14:00-15:30
Vortrag: Jüdischer Queer-Feminismus oder was ist ‚Regenbogenjudentum‘?

Referent*in: Michal Schwartze
ist Lehrerin für Geschichte und Politik & Wirtschaft an einem Frankfurter Gymnasium.
Bis 08/2020 war Michal Schwartze Lehrkraft für besondere Aufgaben am Historischen Seminar an der Goethe-Universität Frankfurt und begreift sich als politische und queer-feministische Jüdin. Seit vielen Jahren ist Michal Schwartze aktives Mitglied im Egalitären Minjan (liberale Jüd*innen) Frankfurt am Main und engagiert sich im Kontext intersektionaler Feminismen und im Bereich antisemitismuskritischer-, antirassistischer und antisexistischer (schulischer) Bildungsarbeit.

15:30-17:00
Vortrag/Gespräch: Rassismus und Widerstand in der Schule der Dominanzgesellschaft

In unserem Vortrag/Gespräch wollen wir zum einen dominanzgesellschaftliche Strukturen in der Schule thematisieren, welche in verschiedenen Formen und auf unterschiedlichen Ebenen zu finden und wirksam sind. Zum anderen zeigen wir widerständige Praktiken und Perspektiven auf, die ebenso zu finden und ebenso wirksam sind, und das im Lehrer*innenzimmer, in der Lehramtsausbildung und anderswo in der Universität.

Referent*in: Constantin Wagner und Yalız Akbaba

Anmeldungen für die Workshops via instagram, facebook oder unter ddzudzev@students.uni-mainz.de

Die Hochschulgruppe „Decolonize the University“ entstand 2019 im Zuge der Studierendenkonferenz „Wissen. Herrschaft. Kritik. Versuche der Analyse und Überwindung des Eurozentrismus“. Rückblickend auf eine ausführliche theoretische Auseinandersetzung mit universitärer Lehre, Körpern und Wissensperspektiven an eurozentrischen Institutionen, liegt der diesjährige Fokus auf Einführungen und Einblicken in praxisbasierte und aktivistische Interventionen.

Sprich: Es geht darum, eine Brücke zwischen Reflexion und Aktion zu schlagen.

Veranstaltende: Decolonize the University Mainz, Rosa Luxemburg Stiftung Rheinland-Pfalz, Kreidestaub Mainz