Raul Zelik: "Wir Untoten des Kapitals?"

erstellt von Ende Gelände — zuletzt geändert: 2020-08-19T10:59:02+01:00
Politische Monster, grüner Sozialismus und aktivistische Praxis - Diskussion mit Raul Zelik
  • Wann 24.08.2020 von 19:00 (Europe/Berlin / UTC200)
  • Wo Festsaal im Studierendenhaus Campus Bockenheim, Mertonstraße 26
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Das Untote scheint sich unserer Gesellschaft zu bemächtigen - ein Wirtschaftsmodell, das Gesundheit und gutem Leben eher im Weg steht, die Rückkehr faschistischer Monster, die Beschleunigung von Klimawandel und Umweltzerstörung. Raul Zelik fragt, wie dies zusammenhängt und wie es noch zu stoppen ist. Dabei wendet er sich einer weiteren Untoten zu: der sozialistischen Idee. Ohne eine Stärkung des Gemeineigentums werden weder der ökologische Kollaps noch der drohende Sturz in den Autoritarismus zu verhindern sein. Die vielfältige Krise bedarf eines großen emanzipatorischen Gegenentwurfs. Zeliks Buch skizziert, wie sich die Linke neu erfinden kann, worin ein sozialistisches Projekt bestehen muss und woher die gesellschaftliche Macht kommen soll, um eine derartige Transformation umzusetzen.

Ende Gelände-Aktivist*innen hingegen machen den Kampf gegen den fossilen Kapitalismus zum Ausgangspunkt ihrer politischen Praxis und nehmen Kohleausstieg selbst in die Hand. Mit Massenaktionen stellen sie sich der Ausbeutung von Mensch und Natur entgegen,besetzen Kohlegruben und stören die Produktion. Klimagerechtigkeit und Systemwandel sind ihre Forderungen. Denn um den Klimawandel zu stoppen und das gute Leben für alle zu erkämpfen, braucht es eine solidarische Alternative zum Kapitalismus! Damit stoßen sie als Bewegung nicht nur auf den Widerstand der Energiekonzerne und der Staatsgewalt, sondern sind zunehmend auch mit Angriffen von Rechten konfrontiert.

Der Einlass für den Festsaal auf 62 Personen limitiert.

Ende Gelände und Rosa Luxemburg Stiftung.