Stummfilm: Statschka – Streik

erstellt von Filmforum Höchst — zuletzt geändert: 2019-04-24T20:19:16+00:00
von Sergej Eisenstein (UdSSR 1925, 82 Min.). Der Film zeigt den Arbeitskampf in einer großen Fabrik im zaristischen Russland im Jahre 1912, als die Arbeiter noch keine Gewerkschaft hatten und sich selbst organisieren mussten. || Auch Fr 3.5. + Sa 4.5. um 18.30 Uhr.
  • Stummfilm: Statschka – Streik
  • 2019-05-02T20:30:00+02:00
  • 2019-05-02T23:59:59+02:00
  • von Sergej Eisenstein (UdSSR 1925, 82 Min.). Der Film zeigt den Arbeitskampf in einer großen Fabrik im zaristischen Russland im Jahre 1912, als die Arbeiter noch keine Gewerkschaft hatten und sich selbst organisieren mussten. || Auch Fr 3.5. + Sa 4.5. um 18.30 Uhr.
  • Wann 02.05.2019 ab 20:30 (Europe/Berlin / UTC200)
  • Wo Filmforum Höchst, Emmerich-Josef-Str. 46a
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Sergei Eisensteins erster Kinofilm spielt im Jahr 1912 in Russland. Er zeigt den Arbeitskampf in einer großen Fabrik während der Zarenherrschaft. Die Demütigungen der Arbeiter durch geringe Löhne und schlechte Arbeitsbedingungen entladen sich in einem erbitterten Streik. Die Arbeiter haben keine Gewerkschaft, aber sie sind organisiert und verfügen über eine Druckmaschine. Ihr Streik wird mit allen Mitteln bekämpft: durch Spitzel, Provokateure und am Ende durch Soldaten.

Schon in diesem Film (gedreht ein Jahr vor dem berühmten PANZERKREUZER POTEMKIN) erscheinen alle Stilelemente, die Eisenstein zu einem epochalen Filmemacher werden ließen. So etwa die "Montage der Attraktionen", die den Zuschauer durch schockartige Montage politisch agitieren soll. Unvermittelt werden Szenen gegeneinandergesetzt, die nicht im direkten Zusammenhang stehen, einander aber erhellen. So wird z.B. in die Szene der Erschießung von Arbeitern durch zaristische Soldaten die Schlachtung von Rindern im Schlachthaus hineingeschnitten. Aber auch die Dynamik der Bilder und die dramatischen Kameraperspektiven machen STREIK zu einem der atemberaubendsten Stummfilme und u.a. für den britischen Regisseur Peter Greenaway zu einem der besten Filme überhaupt.

Eisensteins experimentelles Filmemachen verzichtet auf Stars, Helden und einen dramaturgischen Handlungsbogen. Stattdessen sind wir mit der für den Regisseur typischen Intensität konfrontiert, die vor allem über den Schnitt und die extremen Kamerapositionen erreicht werden.

Eintritt: 7 € (mit Frankfurt-Pass 3,50 €)