Wessen Freund – Wessen Helfer

erstellt von Die Linke. im Römer — zuletzt geändert: 2020-06-30T17:41:49+02:00
Kundgebung und Diskussion. Racial Profiling und Polizeigewalt in Frankfurt aus der Perspektive von Betroffenen
  • Wann 04.07.2020 von 16:00 (Europe/Berlin / UTC200)
  • Wo Mainkai (Nähe Eiserner Steg)
  • Termin zum Kalender hinzufügen iCal

Kundgebung mit Live-MCs, Breakern und Open Mic

Diskussion mit

  • Copwatch Frankfurt
  • Daniel Loick, Philosoph und Sozialwissenschaftler
  • Tom Uhlig von Bildungsstätte Anne Frank
  • Amira und Namal von @beheardffm
  • Pearl Hahn, Stadtverordnete DIE LINKE. im Römer
  • Ulrich Wilken, Vizepräsident des Hessischen Landtags

Musik: HipHop Movement 069

#RassismusTötet. In den USA, von Hanau bis Moria. Durch Knie auf dem Hals, durch Schüsse von Rassisten, durch Ertrinken lassen, durch Hunger und Krieg, durch Hass und Machtmissbrauch, durch das Wegschauen der Vielen, durch die Einseitigkeit der öffentlichen Perspektiven, die Betroffene unsichtbar macht.

Am amerikanischen Unabhängigkeitstag 4th of July wollen wir George Floyd feiern. „Daddy changed the world“ so bewahrt die 6-jährige Tochter Floyds ihren Vater in Erinnerung. #CelebrateGeorgeFloydOn4thOfJuly

Wir wollen den Ermordeten von Hanau gedenken. Gökhan Gültekin, Sedat Gürbüz, Said Nessar Hashemi, Mercedes Kierpacz, Hamza Kurtović, Vili Viorel Păun, Gabriele Rathjen, Fatih Saraçoğlu, Ferhat Unvar und Kaloyan Velkov #SayTheirNames

#HanauIstÜberall – Wir werden die Opfer von Stephan Ernst und Markus Hartmann, die Opfer von Halle, die Opfer des NSU, alle, die Rassisten und Nazis zum Opfer gefallen sind, nicht vergessen, und wir werden niemals akzeptieren, dass Menschen im Mittelmeer ertrinken #LeaveNoOneBehind

Der aktuelle Versuch der Debattenverschiebung widert uns an. Anstatt über Rassismus und Neonazi-Netzwerke in den Sicherheitsbehörden zu diskutieren, wird ein Skandal um eine “taz”-Kolumne konstruiert, damit die Polizei als das eigentliche Opfer von Angriffen und Schmähungen dargestellt werden kann. Fuck that! Es ist die Polizei, die uns alltäglich diskriminiert. Nicht umgekehrt #NoJusticeNoPeace

Wir lassen uns nicht einschüchtern! Wir machen Polizeigewalt und Racial Profiling solange zum Thema bis es aufhört.

Für die überwiegende Mehrheit der Gesellschaft ist die Polizei eine wichtige Institution. Kaum jemand bestreitet die Notwendigkeit des Polizeiapparats. Polizist*in zu sein, ist einer der angesehensten Berufe in Deutschland.

Wie jemand über die Polizei denkt, hängt aber davon ab, welche Erfahrungen mit ihr gemacht wurde. Für viele ist die Polizei „Freund und Helfer“. Andere haben eine vollkommen andere Perspektive. Menschen, die täglich aufgrund ihrer Hautfarbe, ihrem sozialen Status und anderer Merkmale angehalten und kontrolliert werden, nehmen die Polizei anders wahr. Polizei-Einsätze werden von ihnen bestenfalls als unnötige Schikane und schlimmstenfalls als lebensbedrohliche Situationen erlebt.

Wenn es um die Frage von Rassismus innerhalb von Behörden geht, werden die Vorfälle als Einzelfälle abgetan. Der Frage, ob diese Fälle nicht aus den Strukturen heraus zu erklären sind, wird überhaupt nicht nachgegangen.

Doch spätestens nach den öffentlich gewordenen Verbrechen des sogenannten NSU, nach dem Mord am Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke im Juni 2019, dem Anschlag in Halle im Oktober 2019 und den Morden in Hanau sollte deutlich sein, dass Deutschland ein Problem mit rechtsextremer Gewalt und Rassismus hat.

Umso alarmierender ist es, wenn sich Rechtsextreme ausgerechnet dort ausbreiten können, wo das staatliche Gewaltmonopol angesiedelt ist: im Polizeiapparat.

Beteiligte:
Hip Hop Movement 069
response. Beratungsstelle für Betroffene rechter Gewalt
Copwatch

Livestreams der Veranstaltung:
auf youtube:
https://youtu.be/qMtkcGB47xo
oder facebook:
https://www.facebook.com/dielinke.imroemer/posts/3134612346599488