Wohnen für alle!

erstellt von Attac Frankfurt — zuletzt geändert: 2021-08-27T21:16:49+01:00
Gemeinsam gegen den Mietenwahnsinn und Verdrängung! Bunter Protest des Bündnis #Mietenwahnsinn-Hessen
  • Wann 04.09.2021 von 14:00 bis 16:00 (Europe/Berlin / UTC200)
  • Wo Hauptwache
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Besonders in den Großstädten und im gesamten Rhein-Main-Gebiet ächzen Menschen unter steigenden Mieten, werden zwangsgeräumt oder finden keine Wohnung. Die Wohnungslosigkeit nimmt weiter zu und damit auch die Zahl derer, die ganz ohne Unterkunft auf der Straße leben. Menschen mit geringem Einkommen, Alleinerziehende, Geflüchtete, Studierende, von Rassismus und anderen Diskriminierungen betroffene Menschen, Rentnerinnen und Rentner, Menschen mit Beeinträchtigungen und junge Familien – viele trifft der alltägliche Mietenwahnsinn besonders hart.

Trotz Einkommenseinbußen durch die Coronapandemie steigen die Mieten unbeirrbar weiter. Viele Menschen müssen einen immer größeren Anteil ihres Einkommens für überhöhte Miete aufbringen und zum Leben bleibt nicht viel über. Wir fordern: Löhne und Ausbildungsvergütungen hoch, Mieten runter!

Explodierende Mieten sind kein Naturgesetz, sondern Ergebnis einer verfehlten Wohnungspolitik, die Profitinteressen über das Recht aller Menschen auf angemessenen und bezahlbaren Wohnraum stellt. Deswegen erinnern wir lautstark und mit einem vielfältigen Protestnachmittag daran: Wohnen ist ein Menschenrecht und keine Ware!

Wir sind an vielen Orten betroffen und gemeinsam setzen wir uns in ganz Hessen seit Jahren für eine Wende in der Wohnungspolitik ein, denn wir sind überzeugt, dass wir gemeinsam die Verhältnisse ändern können! Die Absage des Bundesverfassungsgerichts an den Mietendeckel auf Landesebene macht deutlich, dass auf Bundesebene Voraussetzungen geschaffen werden müssen, um die Mieten zu deckeln und auch die Frage der Enteignung großer Wohnungskonzerne stellt sich nicht nur in Berlin. Die Vergesellschaftung renditeorientierter Wohnungskonzerne mit mehr als 3000 Wohneinheiten gemäß Artikel 15 des Grundgesetzes muss auch in Hessen als letztes Mittel in Betracht gezogen werden.

Eine Woche vor der bundesweiten Mietendemo in Berlin am 11. September, bei der Mieter*inneninitiativen und -vereine, stadtpolitische Gruppen, Gewerkschaften und Studierendenvertretungen aus dem gesamten Bundesgebiet auf die Straße gehen und drei Wochen vor der Bundestagswahl, die auch eine Abstimmung über die Wohnungsfrage sein wird, senden wir aus Frankfurt ein kraftvolles und entschiedenes Zeichen für eine konsequente Wende in der Wohnungspolitik an die zukünftige Bundesregierung.

Von 14 bis 16 Uhr versammeln wir einen bunten Protest auf der Frankfurter Hauptwache, treffen uns im Freiluftwohnzimmer, lassen den Mietenwahnsinn im Immopoly-Spiel sichtbar werden,  tauschen uns an Infoständen aus und machen unsere Forderungen lautstark hörbar. Kommt dazu, zeigt Euren Protest zur herrschenden Wohnungspolitik und setzt ein deutliches Zeichen dafür, dass es für eine Wohnungspolitik, die die Bedürfnisse der Menschen achtet, allerhöchste Zeit ist.

Corona-Regeln: Wir halten 1,5 m Abstand und tragen Maske (medizinische Maske).

Zuganreise aus Frankfurt zur Mietendemo am 11. 09.2021 nach Berlin und zum Aktionstag von Deutsche Wohnen & Co. enteignen am 12. September
Tickets für eine DB-Gruppenfahrt nach Berlin sind reserviert und können am 4. September für 20/40/60 Euro (geringes Einkommen bis Solipreis) erworben werden.