Mit Filmen in die eigene Zukunft schauen

erstellt von Filmhaus Frankfurt — zuletzt geändert: 2021-09-16T11:27:06+02:00
Bildungsangebot „Imagine – Interkulturelle Zukunftswerkstatt für junge Frauen" startet im September. Zugewanderte, deutsche und geflüchtete Mädchen lernen, eigene Zukunftsvorstellungen zu entwickeln und filmisch darzustellen.

Nach der erfolgreichen Durchführung des Bildungsprojektes "Open Minds" in den letzten Jahren, führt das Filmhaus Frankfurt e.V. dieses Jahr ab dem 20. September das Projekt „Imagine – Interkulturelle Zukunftswerkstatt für junge Frauen" durch. Es handelt sich dabei um ein Bildungsangebot für zugewanderte, deutsche und geflüchtete Mädchen und junge Frauen. Auf der Basis von Dialog und Austausch, der Förderung von Imagination sowie der Herstellung von Filmen und Videos erhalten die Teilnehmerinnen die Möglichkeit, in fünftägigen Workshops ihre Zukunftserwartungen, -wünsche und -perspektiven zu entwerfen. Das Bildungsprojekt steht unter der Schirmherrschaft von Kai Klose (Hessischer Minister für Soziales und Integration) und Rosemarie Heilig (Dezernentin für Umwelt und Frauen, Frankfurt am Main).

Neben der Findung von Ideen für die eigene Zukunft geht es in dem Projekt um die Vermittlung von filmischem Know-How und Medienkompetenz. Die sozialen Medien beeinflussen heute die Rollenvorstellungen von jungen Frauen etwa durch Influencerinnen, die Beauty-Artikel bewerben und Schminktipps geben. Die Workshops fördern eine bewusste Auseinandersetzung mit geschlechterstereotypen Inszenierungsformen dieser Art. Außerdem ermöglichen die Workshops den Teilnehmerinnen durch spielerisches Experimentieren mit Bewegtbild eine erweiterte Sicht auf sich selbst, die Welt, in der sie leben und ihre Zukunft. Die Workshops werden von erfahrenen Medienpädagoginnen, Filmemacherinnen und Coaches begleitet. Interessierte können sich unter info@imagine-zukunft.de melden.

"Es ist ein Zeichen gelungener Integration, wenn zugewanderte Menschen Pläne für ihre Zukunft machen. Mit unserem Projekt möchten wir die zentrale Bedeutung von Zukunftsperspektiven im individuellen Integrationsprozess aufgreifen", so Dr. Felix Fischl, der Geschäftsführer des Filmhaus Frankfurt. Mathias Fechter von der ausführenden Projektagentur Luna Park 64 ergänzt: „Wir versprechen uns auf diese Weise die Stärkung der Eigeninitiative bei den Teilnehmerinnen sowie die Schaffung von mehr Offenheit und Dialogbereitschaft. Alles wichtige Kompetenzen, um an einer offenen Gesellschaft selbstbewusst teilhaben zu können."

Der erste Workshop dieses Jahres startet am 20. September. Weitere folgen Ende September und im November. Ausführliche Informationen zum Programm sind auf der Webseite des Projektes unter www.imagine-zukunft.de zu finden. Imagine ist ein Projekt des Filmhaus Frankfurt e.V. und wird gefördert vom Hessischen Landesprogramm WIR und dem Frauenreferat der Stadt Frankfurt am Main.

Pressemitteilung 15.09.2021