Gedenken an den Überfall auf die Sowjetunion

erstellt von VVN-BdA — zuletzt geändert: 2021-06-15T21:31:56+02:00
Gedenkveranstaltung zum 80. Jahrestag. Wir erinnern an die Opfer des Vernichtungskrieges und alle Kämpfer:innen für die Befreiung!
  • Wann 22.06.2021 von 18:00 (Europe/Berlin / UTC200)
  • Wo Paulsplatz
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Redner*innen:

  • Ulrich Schneider (FIR)
  • Mathias Jochheim (VVN-BdA und IPPNW)
  • Detlef Schabicki (VVN-BdA), Thema: „Meine sowjetische Familie“
  • Bruni Freyeisen (VVN-BdA): Thema: Biografie von Olga Aitmatov, ermordet im Gefängnis in Preungesheim)
  • Anka Hätzel (VVN-BdA), Thema: Zwangsarbeiterlager in Frankfurt

Musik: „Unsterbliche Opfer“

Vor 80 Jahren, am 22. Juni 1941, überfielen die Armeen Hitlerdeutschlands und ihrer Verbündeten die Sowjetunion. Damit begann das letzte Kapitel der Aggression des deutschen Faschismus gegen die Länder und Menschen Europas und darüber hinaus. Doch dieser Krieg war nicht allein ein Eroberungskrieg um Raum und Ressourcen – gemessen an der zugrundeliegenden Ideologie und der Kriegsplanung war es ein Vernichtungskrieg gegen den „jüdisch-bolschewistischen“ Feind.

Wir erinnern daran, dass es die Einheiten der sowjetischen Streitkräfte waren, die im Verbund der Anti-Hitler-Koalition die Hauptlast der militärischen Befreiung Europas und auch unseres Landes getragen haben. Beginnend im Dezember 1941 mit der Schlacht vor Moskau, bei der die faschistische Illusion eines „Blitzkrieges“ platzte, im Februar 1943 mit der Niederlage der 6. Armee bei Stalingrad und dem anschließenden verlustreichen Vormarsch nach Westen.
Möglich wurde dies im gemeinsamen Handeln der Roten Armee
• mit der Zivilbevölkerung, die in Leningrad einer Blockade von 900 Tagen standhielt, bevor es gelang, die faschistischen Aggressoren zu vertreiben, und an der Heimatfront enorme Anstrengungen in der
Rüstungsproduktion unternahm,
• mit den Partisaneneinheiten, die im Rücken der deutschen Einheiten begannen, die Versorgungswege zu blockieren und durch eigene militärische Aktionen eine große Zahl von Einsatzkräften im Hinterland banden
• und mit Unterstützung der westalliierten Verbündeten, die durch Lieferung von Rüstungsgütern und weiteren Materialien die Kampffähigkeit der sowjetischen Streitkräfte unterstützten.

Wir erinnern daran, dass auch deutsche Antifaschist:innen, die in der Sowjetunion Exil gefunden hatten, aber auch deutsche Soldaten, die im Krieg auf die sowjetische Seite wechselten, ihren Anteil als Frontbeauftragte, in Einheiten der Roten Armee und in anderen Formen an der militärischen Niederschlagung des deutschen Faschismus gehabt haben.