Kosmopolitismus von unten

erstellt von Bundeszentrale für politische Bildung/bpb — zuletzt geändert 2022-09-01T11:02:50+01:00
Annäherungen an eine globale Demokratie. Symposium vom 1. bis 3. Oktober 2022. Veranstaltung im Rahmen des 11. Festival "Politik im Freien Theater" 2022
  • Wann 02.10.2022 ab 09:30 Uhr (Europe/Berlin / UTC200)
  • Wo Studierendenhaus, Mertonstr. 26-28
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Können wir noch von Kosmopolitismus reden, wenn der autoritäre Nationalismus blüht? Wollen wir noch Weltbürger:innen sein, wenn „Globalisierung“ wie „Krise“ klingt? Das Symposium Kosmopolitismus von unten – Annäherungen an eine globale Demokratie“ beruht auf der Überzeugung, dass diese Themen gerade jetzt auf die Tagesordnung gehören: Nicht weniger globale Kooperation ist vonnöten, sondern die intensive Suche nach „gemeinsamen Welten“ und Formen solidarischer Kooperation. Ihr sind die Vorträge und Foren der dreitägigen Veranstaltung gewidmet.

Programm:

  • Sonntag, 2.10.2022
    Offenes Haus der Kulturen im Studierendenhaus

9:30-12:00 Uhr Gemeinsame Welten – Annäherungen in der Theorie

  • Einführung:
    Thomas Gebauer, stiftung medico international

  • Vorträge und Diskussionen mit
    Regina Kreide, Justus-Liebig-Universität Gießen: Globale Ungleichheit, politische Selbstbestimmung und die Kollektivierung der Demokratie
    Dana Schmalz, Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht, Heidelberg: Universalistische Versprechen des internationalen Rechts: Menschenrechtsschutz und politische Teilhabe
    Ulrich Brand, Universität Wien: Globale Austauschverhältnisse – Fluch oder Segen?

Moderation: Sidonia Blättler und Thomas Gebauer

12:00-14:00 Uhr Mittagspause

14:00-15:45 Uhr Globalisierung von unten – Annäherungen in der Praxis

Forum 1: Orte und Organisationsformen transnationaler Öffentlichkeit

  • Tasneem Essop, Climate Action Network/ Südafrika: Nicht-hegemoniales Networking (Videoaufzeichnung) Annette Knaut, Universität Augsburg: Transnationale Diskurse

  • Francisco Mari, Brot für die Welt: Globale Treffen – Die Weltsozialforen und die globale Entfesselung des Kapitalismus

  • Barbara Unmüßig, Heinrich-Böll-Stiftung: Globale Kampagnen – Die Klimaschutzbewegung im Drängen auf internationale Verrechtlichung

Moderation: Stephan Hebel, Frankfurter Rundschau

Forum 2: Lokale kosmopolitische Projekte

  • Kathi Hahn, Kooperative Longo Maï und Alexander Behr, Kollektiv Mühle Nikitsch:
    Gemeineigentum und nachhaltiges Wirtschaften

  • Dominik Herold, mehr als wählen e.V.:
    Globales Denken – Demokratiekonvente und multiple Zugehörigkeiten

  • Bea Schwager, Züri City Card:
    Urban Citizenship. Die Verwirklichung des „Rechts, Rechte zu haben“ jenseits nationalstaatlicher Zugehörigkeit

Moderation: Felix Trautmann, Institut für Sozialforschung

Forum 3: Globale kosmopolitische Projekte

  • Attiya Waris, University of Nairobi / UN-Menschenrechtskommission:
    Tax Justice – On the Way to a UN Tax Justice Treaty (Videoaufzeichnung)

  • Sonja Buckel, Universität Kassel:
    Umkämpfte Institutionen. Über die politische Durchsetzung von Menschenrechten

  • Wolfgang Kaleck, European Center for Constitutional and Human Rights, ECCHR:
    Einhegung oder Überwindung der globalen Verhältnisse? Über die Utopie der Menschenrechte

Moderation: Miriam Saage-Maaß, ECCHR

16:15-17:00 Uhr Plenum – Berichte aus den Foren

Moderation: Stephan Hebel

Anmeldung

Die Teilnahme am Symposium ist kostenlos.
Veranstaltet von Initiative „Der utopische Raum“ (getragen u.a. von der Stiftung medico international, dem Institut für Sozialforschung und der Frankfurter Rundschau)

  • Abendveranstaltung, Sonntag 2.10.2022
    Offenes Haus der Kulturen Festsaal

20:00 Uhr Abendveranstaltung in Kooperation mit dem Ensemble Modern (gesonderte Anmeldung/Ticketkauf erforderlich)

Der universelle Kompass – in Musik und Wort

  • Ensemble Modern, Bridges – Musik verbindet

  • Ilija Trojanow (Literarische Konzeption),

  • Hermann Kretzschmar (Musikalische Konzeption und Leitung)

  • Werke von William Byrd, Hermann Kretzschmar, Karlheinz Stockhausen u.a.

Tickets gibt es zu 20 € (ermäßigt 15 €). Näheres dazu unter www.ensemble-modern.com