No Partnership With Turkish Fascism

erstellt von JXK + YXK Frankfurt — zuletzt geändert: 2019-12-09T14:09:39+02:00
Offenes Treffen: Was können wir gegen Krieg, Massaker und Besatzung in Rojava tun?
  • Wann 11.12.2019 von 18:00 bis 21:00 (Europe/Berlin / UTC100)
  • Wo Campus Westend, PEG, Bibliothek 1.161
  • Termin zum Kalender hinzufügen iCal

Am 9. Oktober begann das türkische Militär mit seinen djihadistischen Verbündeten einen völkerrechtsidrigen Einmarsch in die Demokratische Föderation Nord-/Ost-Syrien. Die seitdem stattfindende Besatzung, Vertreibung und Massaker sind ein weiterer Kriegszug gegen demokratische Strukturen und Bewegungen in der Region. Dass dies keine neue Entwicklung ist sehen wir an dem von der Türkei besetzten Afrîn, den vielen Toten während Armeeeinsätzen in Cizire und Sur und nicht zuletzt an den unzähligen Inhaftierten Jornalist*innen, Aktivist*innen und Akadmiker*innen.

Gerade die Universitäten spielen eine wichtige Rollen in dem totalitären System, welches durch die AKP-/MHP-Regierung und den Präsidenten Recep Tayyip Erdogan aufgebaut wurde.
Universitäten sind vor allem Lern- und Denkschulen für die nächsten Generationen. Eine freiheitliche Grundausrichtung ist daher essentiell für eine progressive, demokratische Gesellschaft. Universitäten, welche einem nationalistischen und militaristischen Leitbild folgen, sind somit Gift für eine demokratische Gesellschaft.

Vor diesem Hintergrund haben Studierende in den letzten Wochen durch verschiedene Aktionen und Diskussionsrunden auf Partneruniversitäten der Goethe-Uni aufmerksam gemacht, welche sich klar für Krieg, Vertreibung und Massaker aussprechen. Dabei geht es vor allem um die Ankara-Universität, welche nicht nur über ihre Social Media Kanäle für den Krieg und ein rassistisches Denken wirbt, sondern auch eigene kritische Studierende bedroht und angreift [1]. Als Alternative wird eine Partnerschaft mit der Rojava-Universität in Qamishlo gefordet, um ein klares Zeichen zu setzen für eine demokratische und geschlechtergerechte Haltung der Wissenschaft.

Auch die jüngsten Vorfälle an der Frankfurter Universität, bei der die Hochschulleitung Informationen über den kurdischen Studierendenverband zu erlangen versucht haben soll, machen eine Diskussion um die Beziehungen zum türkischen Staat und seinen Institutionen notwendig.

Gemeinsam wollen wir diskutieren: Wie können wir im akademischen praktische Solidarität leisten? Was steckt hinter den Forderungen? Wie können wir sie längerfristig umsetzten?

Alle Angehörigen der Hochschule und auch alle anderen Interessierten sind herzlich eingeladen!

[1] Zur militaristischen Propaganda der Partneruniversitäten: https://nopartnershipwithturkishfascismffm.art.blog)
Zu den Angriffen gegenüber kritischen Studierenden an der Ankara Universität: https://t24.com.tr/haber/ankara-universitesi-nde-ogrenci-ve-ogretim-uyeleri-okul-bahcesinde-darp-edildi,848766?fbclid=IwAR1X7upQOFCDB5Q-Z0dc2iTdBZ0PnFsC3u4iVNWFDeBRfeWXxHUxXWiCtUo)