Phase 2: Arbeiten bei den Guten?

by Arbeiten bei den Guten veröffentlicht 11.03.2023 , zuletzt geändert 01.04.2023

Na herzlichen Glückwunsch! Konferenz zu Arbeitsbedingungen bei NGO am 5.- 6. Mai in Frankfurt

Wann

05.05.2023 ab 18:00 Uhr (Europe/Berlin / UTC200)

Wo

Mousonturm, Waldschmidtstr. 4

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Als wachsendes Netzwerk von Beschäftigten aus dem NGO-Bereich laden wir euch am 5.-6. Mai erneut nach Frankfurt am Main zu unserer zweiten Konferenz: Arbeiten bei den Guten? Na herzlichen Glückwunsch!

Gemeinsam wollen wir uns austauschen darüber, wie Organizing und gewerkschaftlicher Aktivismus im Kontext von NGOs erfolgreich sein kann, welche Werkzeuge das Arbeitsrecht bietet und wie wir der Falle neoliberaler (Selbst-)Ausbeutung in Zukunft entgegentreten.

Freitag 5. Mai 2023

  • Ankommen 17:30, Start 18:00 Uhr
  • Impulse & Erfahrungen zum Aufbau von Gegenmacht 19 Uhr 
  • Diskussion in Kleingruppen zu den Impulsen
  • Abendessen / Offener Austausch

Samstag 6. Mai 2023

  • Entspanntes Frühstück 10-11 Uhr
  • Workshopphase 11-14 Uhr (sucht euch einen aus)
    • How to get organized im Betrieb – gewerkschafltiche Organisierung in NGOs
    • Know your rights – Arbeitsrecht gilt auch in NGOs
    • Selfcare für das marginalisierte Selbst – für marginalisierte Menschen, die im Bereich ihrer eigenen Betroffenheit arbeiten
  • Mittagessen 14 Uhr
  • Nachmittagsprogramm

Was passiert in den 3 Workshops?

1. How to get organized im Betrieb – gewerkschaftliche Organisierung in NGOs
mit André Pollmann,
ver.di
Wenig Lohn. Viel Arbeit. Befristete Verträge. Auch wenn die Arbeitgeberin eine progressive NGO ist – es braucht den Druck der organisierten Beschäftigten, damit etwas ändert an den schlechten Arbeitsbedingungen. In diesem Workshop soll es darum gehen, wie gewerkschaftliche Gegenmacht in NGOs aufgebaut werden kann. Anhand von Praxisbeispielen erfolgreicher Organizing-Prozesse und Arbeitskämpfe in NGOs werden folgende Fragen thematisiert: Warum ist gewerkschaftliche Organisierung wichtig? Welche Rolle können Gewerkschaften im Betrieb haben – auch im Vergleich zu Betriebsräten? Welche Methoden der innerbetrieblichen Organisierung gibt es – wie kann zum Beispiel eine Betriebsgruppe aufgebaut werden? Welche Rechte haben Gewerkschaften überhaupt im Betrieb? Und wie kann (gewerkschaftliche) Organisierung auch über den eigenen Arbeitsort hinaus funktionieren

2. „Know your rights – Arbeitsrecht gilt auch in NGOs
mit Lea Welsch,
geRechtsanwältinnen – Kanzlei für Arbeitsrecht und Anti-Diskriminierungsrecht.
Rechte spielen in der Arbeit von Nichtregieurngsorganisationen eine wichtige Rolle: häufig wird sich  dafür eingesetzt, dass diese Rechte umgesetzt, eingehalten oder ausgebaut werden. Zumindest ist das ihr Anspruch nach Außen…  Nach Innen ist es jedoch oft gar nicht gern gesehen, wenn Beschäftigte die Einhaltung ihrer Rechte als Arbeitnehmer*in einfordern. Dazu kommt, dass wir viel zu häufig zu wenig darüber wissen, was für Rechte wir eigentlich haben und wie wir für deren Einhaltung streiten können.
Im Workshop wollen wir uns anhand unterschiedlicher Beispiele einen Überblick darüber verschaffen, was das Arbeitsrecht eigentlich kann und wie wir es für die Verbesserung unserer Arbeitsbedingungen ins Spiel bringen können.

3. Selfcare für das marginalisierte Selbst – für marginalisierte Menschen, die im Bereich ihrer eigenen Betroffenheit arbeiten
mit Askin-Hayat Dogan
(Diversity- & Empowerment-Trainer, Sensitivity Reader, Autor) und
Fluff
(Minzgespinst, Politfluencer_in, Sensitivity Reader, DEI-Consultant).
Resilienz, Burnout, Helfer_innensyndrom, Selfcare und Empowerment – alles Begriffe, die aktivistischen, (mehrfach-)marginalisierten Menschen wohl oder übel bekannt sein dürften. Und wahlweise als zu vermeiden oder als einfache Lösung gegen Überlastung angepriesen werden.
Unsere Veranstaltung ist nichts davon.
Stattdessen wollen wir uns gemeinsam auf die Strukturen (was führt zur Überlastung) und pragmatische Lösungen dafür (was tun wir gegen Überlastung) konzentrieren. Gerade als betroffene Person in der eigenen Betroffenheit zu arbeiten, kann schnell über die eigenen Grenzen gehen. Anstatt diese Überforderung mit noch mehr Arbeit zu kompensieren, wollen wir praktische Ideen einbringen, wie die eigenen Grenzen (und auch der Kernpunkt der eigenen Arbeit) zurück an die Verursachenden gegeben werden können, ohne dabei den politisch-aktivistischen Idealismus zu verlieren. Wir beginnen mit einem theoretischen Input, an den sich eine offene Diskussionsrunde anschließen wird. Außerdem wird es kleinere Sessions zum individuellen Austausch geben.

Jetzt anmelden bis zum 1. April - kein Scherz:
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