Die drohende Katastrophe verhindern

erstellt von medico international — zuletzt geändert: 2019-03-16T18:15:27+00:00
Kein Angriff auf die kurdische Autonome in Nordsyrien

Unter diesem Titel veröffentlichen wir gemeinsam mit Elfriede Jelinek, Vivienne Westwood, Axel Honneth, Leyla Imret, Gesine Schwan, Milo Rau, Nancy Fraser, Sandro Mezzadra und Étienne Balibar eine Erklärung, die vor dem Einmarsch der türkischen Armee in die mehrheitlich kurdisch besiedelten Gebiete Syriens (Rojava) warnt.

Nach dem zu erwartenden militärischen Sieg gegen den IS in Syrien und dem von Trump angekündigten US-Truppenabzug droht damit die nächste Katastrophe. Die Kurden, die die Hauptlast im Kampf gegen den IS trugen, würden damit fallen gelassen. Die prominenten UnterzeichnerInnen des Aufrufes fordern: "Deshalb müssen die verbliebenen diplomatischen Möglichkeiten genutzt werden, um die vor aller Weltöffentlichkeit angekündigte Katastrophe abzuwenden." Der Appell richtet sich vor allem an die europäischen Regierungen alles in ihrer Macht stehende zu tun.

Rojava braucht Öffentlichkeit. Unterstützen Sie uns, bestellen Sie die Erklärung als DIN-A2-Plakat und hängen es an einem öffentlichen Ort aus.

Im Osten Syriens fällt in diesen Tagen die letzte Enklave des IS-Kalifats. Rund um die Stadt Barghouz, an der Grenze zum Irak, verschanzen sich noch wenige hundert IS-Kämpfer und deren Angehörige. In den letzten Wochen flüchteten zehntausende Zivilisten und Familienangehörige der IS-Kämpfer aus dem Gebiet vor den Kämpfen in das Flüchtlingscamp al-Hol. Im Camp versorgt der medico-Partner vom Kurdischen Roten Halbmond seit Beginn die Geflüchteten medizinisch, die oft in einem sehr schlechten Zustand ankommen. Die Situation ist angespannt, die HelferInnen arbeiten rund um die Uhr und sind an ihrer Belastungsgrenze.

Bitte unterstützen Sie die medizinische Hilfe unserer Partner vor Ort mit einer Spende unter dem Stichwort "Rojava".

medico internationa, 13.3.2019
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