Film: En guerre - Streik

erstellt von Filmforum Höchst — zuletzt geändert: 2019-04-24T20:11:37+00:00
von Stephane Brizé (FR 2018, 100 min., OmU). Aktueller Film zur gesellschaftlichen Situation in Frankreich. Es geht um einen Streik gegen die Schließung einer Zuliefererfabrik für Autoteile.
  • Film: En guerre - Streik
  • 2019-05-02T18:30:00+02:00
  • 2019-05-02T23:59:59+02:00
  • von Stephane Brizé (FR 2018, 100 min., OmU). Aktueller Film zur gesellschaftlichen Situation in Frankreich. Es geht um einen Streik gegen die Schließung einer Zuliefererfabrik für Autoteile.

Auch am Fr 3.5., Sa 4.5., Mo 6.5. und Di 7.5. um 20.30 Uhr.

Im südfranzösischen Agen droht dem Werk der Perrin-Industrie, dem einzigen größeren Arbeitgeber der Region, die Schließung. Obwohl die gut tausend Mitarbeiter* innen schon Zugeständnisse bei Lohn und Arbeitszeiten gemacht hatten, um ihre Jobs zu erhalten, und trotz Rekordgewinnen in der letzten Bilanz, will die Firma, die inzwischen einem deutschen Konzern gehört, das Werk dichtmachen. Gemeinsam und solidarisch wollen die Arbeiter*innen gegen die Schließung des Werks protestieren.

Der altgediente Gewerkschafter Laurent Amedeo fuhrt den Streik an. Doch die Verhandlungen dauern an und schon bald wird der Ton rauer. Es entspinnt sich ein nervenzehrender Existenzkampf, der auch unter der heftig kämpfenden Arbeiterschaft zu Auseinandersetzungen führt.

Stephane Brizé, dessen Film DER WERT DES MENSCHEN (2015) in Cannes mit dem Jury-Preis ausgezeichnet wurde, setzt auch in seinem neuen Film STREIK als Hauptdarsteller auf Vincent Lindon, der als unbeugsamer Kämpfer für Gerechtigkeit an seine Grenzen geht. Stephane Brizé sagte in einem Interview auf die Frage, warum er diesen Film gemacht habe: „Um zu verstehen, was sich hinter einer häufigen Art von Berichterstattung verbirgt, die sich mit Phänomenen vereinzelter Gewalt bei Arbeitsunruhen befasst. Und anstatt „hinter“, wäre es besser, „vor“ zu sagen.

Was passiert vor diesen plötzlichen Ausbrüchen von Gewalt? Was führt dazu? Es handelt sich dabei um die Wut, die sich durch ein Gefühl von Demütigung und Verzweiflung genährt, über Wochen harten Kampfes ausbreitet und – wie wir sehen werden – das gewaltige Ungleichgewicht zwischen den beteiligten Parteien zum Ausdruck bringt.“

Eintritt: 7 € (mit Frankfurt-Pass 3,50 €)