Film: Spuren – Die Opfer des NSU

erstellt von Pupille Kino — zuletzt geändert: 2020-10-18T15:50:05+01:00
Wir freuen uns, den letzten ada_hinterhof_kino-Termin (24.9), der vom Regen überrascht wurde, nachholen zu können! Mit Vorfilm „Semra Ertan“
  • Wann 02.12.2020 von 20:15 bis 22:00 (Europe/Berlin / UTC100)
  • Wo Pupille, Mertonstr. 26-28
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SEMRA ERTAN
(v
on Cana Bilir-Meier, D 2013, 8 min)

Semra Ertan, geboren 1956 in der Türkei, zog 1972 zu ihren Eltern in die Bundesrepublik Deutschland. Sie arbeitet als technische Bauzeichnerin und Dolmetscherin und schrieb über 350 Gedichte.1982 verbrannte sich Semra Ertan in Hamburg, um ein Zeichen gegen den Rassismus in Deutschland zu setzen.

SPUREN – DIE OPFER DES NSU
(von Aysun Bademsoy, D 2019, 81 min)

Zwischen September 2000 und April 2007 wurden acht Männer mit türkischen Wurzeln, ein griechischstämmiger Mann sowie eine deutsche Polizistin ermordet. Die Ermittlungen wurden zunächst ausschließlich im Umfeld der nicht-deutschen Opfer mit Verdacht auf Drogenhandel und organisierte Kriminalität geführt. Die Familien der Ermordeten wurden so ein weiteres Mal zu Opfern, diesmal von vorurteilsvoller Stigmatisierung.

Spuren – das sind nicht nur die Hinweise, die Verbrecher am Tatort hinterlassen, sondern auch die Verletzungen und Narben, die ihre Taten bei den Angehörigen der Opfer, in den migrantischen Gemeinschaften und in der gesamten deutschen Gesellschaft verursachen. In ihrem Dokumentarfilm begibt sich die türkischstämmige Regisseurin Aysun Bademsoy auf die Suche nach diesen Spuren und stellt sich dabei die Frage, welcher Prozess diese Verletzungen überhaupt heilen könnte.

„Spuren“ ist ein vielschichtiger Dokumentarfilm, der das Scheitern von Ermittlern und Justiz beleuchtet – und den Angehörigen der Opfer endlich eine Stimme gibt.

Kartenreservierungen sind zwei Tage vor dem Termin über www.pupille.org möglich.

Außerdem werden die beiden Filme im Wintersemesterprogramm der Pupille am 2.12.2020 wiederholt.